Generalversammlung vom 20.06.2016

Position als regionaler Anbieter deutlich gestärkt.

Der Vorstand der Obst- und Gemüsezentrale Rhein-Main eG (OGZ) hat für 2015 eine positive Bilanz gezogen. Die Genossenschaft kann ihre erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fortsetzen.

Geprägt von einem heißen und trockenen Sommer war 2015 für die Erzeugerbetriebe der Obst- und Gemüsezentrale Rhein-Main eG (OGZ) erneut ein herausforderndes Jahr: Nur mit sehr hohem Aufwand für regelmäßige Bewässerung konnten die Ernteerträge von Buschbohnen und Speisezwiebeln sichergestellt werden. Die Spargel- und Erdbeererzeuger mussten sich bereits im Frühjahr mit gestiegenen Produktionskosten auseinandersetzen, die der Tarif-Lohnhöhung in der Landwirtschaft geschuldet waren. Oft spiegeln die erzielten Preise nicht die stetig steigenden Produktionskosten wider. Auf der ordentlichen Generalversammlung der OGZ am 20. Juni spricht Vorstandsmitglied Sebastian Herbel die stetig steigenden Anforderungen an Produktion und Vermarktung im Obst- und Gemüsesektor an.

Nicht zuletzt durch Verbreiterung des Sortiments und Aktivitäten im Handelsgeschäft konnte sie mit ihrer Tochtergesellschaft APH Lampertheim den Gruppenumsatz auf 31,4 Mio EUR gegenüber 24,4 Mio EUR in 2014 erhöhen – ein deutliches Plus auch im Ertrag. Neben der Stärkung des Eigenkapitals (nunmehr 4,1 Mio EUR) erlaubt es dieses Ergebnis wiederum den Mitgliedern eine Dividende in Höhe von 3,5% auf die Geschäftsguthaben auszuschütten.

Mit dieser Entwicklung stärkt die OGZ ihre Bedeutung als regionaler Anbieter von Obst und Gemüse. Diese Position möchte die Erzeugergenossenschaft zukünftig weiter festigen. Die Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten soll weiter ausgebaut werden, um mit noch stärkerer Angebotsbündelung als schlagkräftiger Partner für den Groß- und Einzelhandel zu agieren.

Neben dem Vertrieb landwirtschaftlicher Technik und dem Export von Gemüse hat die Tochtergesellschaft APH Lampertheim ihre Vertriebsaktivitäten in die industrielle Gemüseverarbeitung verstärkt. Auch hier wird neben dem klassischen Handelsgeschäft der eigene Anbau angeschlossener Landwirte ausgebaut.

In 2015 wurde in Packtechnik für Erdbeeren, Zwiebeln und Buschbohnen investiert. Auch in 2016 werden die Modernisierungen diverser Aufbereitungs- und Kühlanlagen an den beiden Standorten Griesheim und Lampertheim weiter vorangetrieben. Die der OGZ angeschlossenen Erzeuger werden regelmäßig bei wiederkehrenden Zertifizierungen und Analysen unterstützt. Nur so ist es möglich, den steigenden Anforderungen der aufnehmenden Hand gerecht zu werden. Um den sich verschärfenden Witterungsproblemen entgegenwirken zu können, unterstützt die OGZ die angeschlossenen Erzeugerbetriebe durch Übernahme von Ernteausfallversicherungen.

Vorstandsmitglied Eduard Schendel erläuterte den Anwesenden Mitgliedern die Auswirkungen des wechselhaften Wetters während der Spargel- und Erdbeersaison 2016. Bei beiden Kulturen blieben die Ernteerträge hinter den Erwartungen zurück, die Vermarktung erwies sich wegen der unregelmäßigen Anliefermengen und instabilen Qualitäten als sehr schwierig.

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