Generalversammlung vom 21.04.2015

Gutes Umsatzergebnis in einem schwierigen Jahr

2014 war im Bereich Gemüse und Obst ein turbulentes Jahr. Die Ernte der meisten Gemüsearten hatte früher als sonst begonnen. Hinzu kamen sehr hohe Ernteerträge, was eine besondere Herausforderung an den Verkauf bedeutete. Besonders bei Spargel und Erdbeeren, die Hauptprodukte der Obst- und Gemüsezentrale Rhein-Main eG (OGZ), war kompetentes, der Marktsituation angepasstes Handeln gefragt. Auch witterungsbedingte Ernteausfälle im Buschbohnenanbau forderten das Unternehmen sowie deren angeschlossene Erzeuger besonders heraus. Sebastian Herbel, Vorstandsmitglied der OGZ, verwies im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung der OGZ-Gruppe am 21. April in Griesheim auf die hohen Anforderungen an Strategie und Flexibilität, um den Kundenwünschen gerecht zu werden. Trotz der genannten Schwierigkeiten gelang es der OGZ mit ihren Töchtern, in erster Linie APH Lampertheim, ein zufriedenstellendes Umsatzergebnis zu erzielen. Der Gruppenumsatz erreichte 2014 24,4 Mio. EUR gegenüber 24,6 Mio. im Jahre 2013.

Die markt- und strukturbedingten Veränderungen, gestiegene Anforderungen an Qualitätsstandards, Zertifizierungen etc. forderten in den letzten Jahren von den angeschlossenen Mitgliedsbetrieben eine stetige Entwicklung hin zu spezialisierten Unternehmen. Dies begründet auch den Rückgang von kleineren, oft im Nebenerwerb tätigen, Mitgliedsbetrieben. Heute arbeitet die OGZ mit wenigen, dafür aber geschulten und spezialisierten größeren Erzeugerbetrieben zusammen.

Der OGZ ist es in den zurückliegenden Jahren gelungen, zu einem bedeutenden regionalen Anbieter von Obst und Gemüse zu werden. Das Unternehmen arbeitet – sowohl im Direktvertrieb als auch über Großhändler – praktisch mit allen großen Handelsketten zusammen. Auch die wichtigsten Gemüsegroßmärkte werden beliefert. Zudem ist die OGZ über ihre Tochterfirma APH im Export von Buschbohnen und Speisezwiebeln tätig. Neben den Hauptprodukten Spargel, Erdbeeren, Zwiebeln und Buschbohnen runden Gemüsesorten wie Speisekürbis und Broccoli sowie Kartoffeln und Zuckermais das Angebot der OGZ ab.

Ihre Wettbewerbsfähigkeit sichert die OGZ auch durch die regelmäßige Zertifizierung nach IFS und QS – die das Unternehmen in diesem Jahr wiederholt „auf höherem Niveau“ abgeschlossen hat. Zusätzlich tragen die heimischen Produkte das hessische Regional-Gütezeichen.

Um die verschiedenen Produkte marktgerecht aufzubereiten und nach den Wünschen der Kunden zu verpacken, wurden auch 2014 wieder beachtliche Investitionen getätigt. So wurde für den wachsenden Sektor Spargelschälen ein spezieller Raum mit Schäl- und Packtechnik eingerichtet. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Allia Loga GmbH wurde eine neue Sortieranlage für Buschbohnen in Lampertheim angeschafft. Außerdem wurde 2015 mit Modernisierungen der Packtechnik für Zwiebeln, Buschbohnen und Erdbeeren begonnen.

Vorstandsmitglied Eduard Schendel informierte die Mitglieder über den Saisonstart beim Spargel und die aktuelle Marktsituation.

Mit dem jungen Vorstandsteam sieht sich die OGZ für die Zukunft gut aufgestellt.

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